25. April 2014

Laval Table Light by Hopf, Nordin


Mein Mann vor ein paar Tagen zu mir: "Sag mal, haben wir noch irgendwo eine Lampe von der ich nichts weiß?". Ich schaute ihn mit großen Fragezeichen im Gesicht an (Also ich meine, als ob ich einfach irgendwelche Dekosachen, Lampen, Kleider ... kaufen würde und ihm das nicht sofort erzählen würde. Tse!).

Der Hintergrund seiner Frage: Er findet seine Nachtischlampe irgendwie hässlich. Meine Lampe mit dem gefärbten Lampenschirm, die ich hier schon mal gezeigt habe, findet er übrigens auch so "na ja". Also bin ich als treusorgende Ehefrau auf die Suche gegangen nach einer Lampe für den Mann. Sozusagen nach einer echten Männerlampe.


Und das ist sie: Laval. Benannt nach Gustave de Laval, einem schwedischen Ingenieur, der 1893 das Patent für eine Dampfturbine bekam, die er erfunden hat. Das ist ja schon mal sehr männlich, nicht wahr?!

Die Lampe selbst stammt aus dem Haus Hopf, Nordin aus Schweden, genauer gesagt von den Designern Andreas Hopf und Axel Nordin. Sie haben sich für ihre Laval Leuchte von alten Petroleumlampen inspirieren lassen (wenn das mal nicht männlich ist) und sie modern interpretiert. Ich mag die Idee und dieses kleine Rädchen zum Dimmen sehr.

alle Fotos via Hopf, Nordin


Fragt sich nur, was mein Mann dazu sagt. Und was sagt ihr?
xx
Jenny


22. April 2014

Unser Osterfeuer. Oder warum Traditionen so wichtig sind.


Jedes Jahr an Ostern machen meine Tante und mein Onkel ein großes Osterfeuer in ihrem Garten. Immer am Ostersamstag. Immer ist die ganze Familie eingeladen. Und Freunde der Familie. Nicht immer schaffen wir es alle beisammen zu sein. Zu weit wohnen wir zum Teil weg von der alten Heimat. Zu sehr haben wir alle unser eigenes Leben.

Aber in diesem Jahr waren alle da.


Traditionell gibt's Bier, Glühwein und Bockwurst im Brötchen. Immer, aber auch immer holt irgendwann irgendjemand eine Flasche selbstgemachten Likör - und dann noch eine und noch eine, die Kleinen haben ihren Spaß (wann dürfen sie schon mal so nah an ein so großes Feuer), die Großen versuchen die Ereignisse des letzten Jahres im Schnelldurchlauf zu erzählen (dieses Jahr gab's Hochzeitsneuigkeiten) und landen dann doch ganz schnell bei den alten Geschichten.

Herrlich finde ich das.


Irgendwann fangen wir immer an Musik zu hören. Die echte, handgemachte Musik. Die Stones, AC/DC, die Beatles ... Und spätestens wenn alle dasitzen und "Let it be" mitsingen, will man die Zeit anhalten. Aber dann ist da die Gewisssheit, dass es nächstes Jahr wieder ein Osterfeuer gibt und mitten im Jetzt stellt sich die Vorfreude auf das Bald ein.

xx
Jenny

16. April 2014

Ei, Ei, Ei. Ein selbstgemachter Eierlikör.


Einmal im Jahr mache ich Eierlikör. Und das ist an Ostern.

Ich bin ja nicht so der Eierlikörtrinker. Ich mag beim Snowboarden auf der Hütte gerne mal ein Schneegestöber oder einen Bombardino. Kennt ihr das? Ein warmgemachter Eierlikör mit fetter Schlagsahne drauf. Mhhh ... Aber sonst ist hier eher mein Mann der Liebhaber des zartgelben Gesöffs. Und nur für ihn mache ich einmal im Jahr zwei Flaschen, die dann Ostern manchmal gar nicht mehr erleben.

Habt ihr Lust auf mein absolut simples und gelingsicheres Rezept? Vielleicht braucht ihr ja noch ein Mitbringsel für den Osterbrunch. Oder habt auch einen Eierlikörliebhaber zu Hause, den ihr überraschen wollt. Na dann!

Für etwa 1,5 Liter von meinem selbstgemachten Eierlikör braucht ihr:
10 sehr frische (Bio)Eigelb
200 Gramm Puderzucker
400 Gramm Sahne
200 Milliliter Rum (oder Klaren)
2 Vanilleschoten

Und so macht ihr den Eierlikör:
Eigelbe und Puderzucker mit dem Handmixer oder der Küchenmaschine etwa 10 Minuten lang rühren. Ja, ihr lest richtig: 10 Minuten. Und es wird noch besser! Dann die Sahne zugeben und weitere 5 Minuten rühren. Liebe Handmixer-Benutzer: haltet durch, es lohnt sich! Ihr könnt ja nebenbei auf dem iPad in Blogs stöbern, YouTube-Tutorials ansehen, Klatsch und Tratsch auf bunte.de lesen ... Die Vanilleschoten auskratzen und das Mark zum Eier-Zucker-Sahne Gemisch geben. Alkohol zugießen und weitere 5 Minuten rühren.

So, nun habt ihr was gegen den Tantenschlabber an den Armen gemacht und könnt euch gleich mit dem ersten Gläschen belohnen. Und? Lecker, was? Jetzt noch in schöne Flaschen abfüllen und im Kühlschrank lagern.


Stilecht serviert wird der Eierlikör in Waffelbechern. Oder Schokobechern. Oder flachen Schnapsgläsern. Nie in tiefen. Da kommt nämlich die Zunge nicht rein und es bleibt zuviel von dem zarten Gebräu am Glas kleben. Und wir wollen ja nix verschwenden von dem guten Likör.

Ich wünsche euch ganz viel Spaß beim Nachmachen.
Ihr probiert den Eierlikör doch mal aus, oder?
xx
Jenny

PS: Und was ihr mit 10 Eiweiß macht, zeige ich euch auch bald! *verschwörerischesaugenzwinkern*

14. April 2014

Ein schlichter Osterstrauß in schwarz-weiß beim Black Monday #26


Hatte ich schon mal erwähnt, wie glücklich ich mit unserer schwarzen Wand im Wohnzimmer bin? Wahrscheinlich schon. Das ein oder andere Mal. Oder öfter. Es kommt einfach alles viel besser zur Geltung vor der dunklen Farbe (und der Fernseher, der ebenfalls an der Wand hängt, fällt gar nicht mehr so ins Auge). Also wer mit dem Gedanken spielt eine Wand so richtig dunkel zu streichen und sich bisher nicht durchringen konnte: Unbedingt machen!

Im Moment hat ein einzelner Apfelzweig seinen großen Auftritt vor der schwarzen Wand. Weil ihm die Blüten nicht genug waren, hat er sich ein wenig aufgehübscht. Mit schwarz-weiß gestreiften Eiern.


Kurz hat er auch mal seinem Kollegen mit den weißen Eiern Platz gemacht. Der steht sonst auf unserem Esstisch - zusammen mit den Zutaten vom Urban Jungle Bloggers-Osterstyling (klick!).


Mal sehen, ob es dem Osterhasen gefällt. Gefällt's euch?
xx
Jenny

9. April 2014

Das Genuss Werk in Zell am See


Es gibt Restaurants - und es gibt Läden wie das Steiners Genuss Werk in Zell am See. Wo man sich sofort willkommen fühlt und umsorgt wird ohne, dass es aufdringlich wirkt. Wo man staunend am Tisch sitzt und tausend Dinge entdeckt, die von so viel Liebe und Herzblut zeugen. Und wo man - was ja nicht ganz unwichtig ist - unfassbar lecker essen kann.


Entdeckt habe ich das Restaurant von Andreas Bernsteiner von der Gondel des CityXpress' aus. Die weiße Fassade mit der schwarzen Typo ist mir sofort ins Auge gesprungen. Und als ich die Karte gelesen habe - die übrigens ebenfalls wunderbar gestaltet ist -, wurde noch für den gleichen Abend ein Tisch reserviert. Oder wie hättet ihr auf gebratenen Winterkabeljau auf Ragout von Shrimps, Jungzwiebeln, Coktailtomaten und Bärlauch; Genusswerkburger aus faschiertem Hirschfleisch mit zweierlei Erdäpfeln und Wachtelspiegelei oder Goldbrasse aus dem Ofen mit Kräutern, Tomaten und gegrillter Polenta reagiert?


Das Haus aus Ziegelsteinen ist eine alte Gerberei und wurde mit sehr viel Liebe zum Detail eingerichtet. Besonderes Schmankerl im Genuss Werk: Im Erdgeschoss kann man an der Bar sitzend einen Blick auf das kleine Kraftwerk werfen, dass seit den Dreißigerjahren des vergangenen Jahrhunderts fleißig Strom erzeugt. Und statt in einem Weinkeller werden die guten Tropfen in einem kleinen Raum direkt hinter der Eingangstür gelagert. Das Besondere: Der Boden besteht aus Glas und darunter fließt der Bach und zeigt seine ganze Wasserkraft.






Also, wenn ihr demnächst in Zell am See vorbeikommt: Das Genusswerk kann ich wirklich empfehlen! Und lasst bitte Platz für den Nachtisch und berichtet, wie er so war. Denn ich konnte leider, leider den gebratenen Vanille-Whisky-Pudding mit Chilli-Kirsch-Ragout nicht probieren, weil ich nach meiner Goldbrasse einfach nur pappsatt und glücklich war.

xx
Jenny