25. Juli 2014

Mein Sommersonnenstrand-Buchtipp: Das Lavendelzimmer


Lasst euch nicht abschrecken. Lest bitte weiter, auch wenn ihr denkt: WTF? Kann ich mich damit am hippen Strand von Ibiza sehen lassen? Denn der Titel „Das Lavendelzimmer“ klingt erst einmal ziemlich ... Ähm, sagen wir kitschig. Nach einem Roman für die reifere Frau (was auch immer das heißt). Das lavendelverzierte Cover trägt natürlich auch nicht gerade zur Coolness bei.

Doch ganz ehrlich? Manchmal brauche ich Kitsch. Für das Herz. Für den Kopf. Zum Abschalten. Nicht nachdenken müssen. Deshalb habe ich das Buch von Nina George gekauft – und bin sehr überrascht worden.

Es ist ein leises Buch. Ein warmes. Sehr kluges. Ein Buch über den Pariser Buchhändler Jean Perdu, der in seiner „Literarischen Apotheke“ – einem alten Lastkahn auf der Seine – Bücher wie Medizin verkauft.

„Sie brauchen ein Zimmer für sich allein. Nicht zu hell, mit einer jungen Katze, die Ihnen Gesellschaft leistet. Und dieses Buch, bitte langsam lesen. Damit Sie sich zwischendurch ausruhen können. Sie werden viel Nachdenken und vermutlich auch weinen. Um sich. Und um die Jahre. Aber es wird Ihnen danach besser gehen. (...) Und Sie werden sich wieder mögen und nicht hässlich und naiv finden.“ So empfiehlt Jean Perdu einer Kundin „Die Eleganz des Igels“.

Nur sich selbst kann Jean nicht heilen, denn vor 21 Jahren hat ihn seine große Liebe Manon verlassen, während er schlief. Ein Brief ist das Einzige, was ihm geblieben ist, doch den konnte er nicht öffnen. Als er wieder auf den Brief stößt, stürmen all die Gefühle und Erinnerungen auf ihn ein und er macht sich mit seinem Schiff auf die Suche nach Manon.


In diesem Buch stecken viele schöne Sätze, die mich berührt haben.

„Ich muss sanft mit ihr sprechen. Sie hat so viel geweint, dass sie wahrscheinlich ausgetrocknet ist und zerfällt, wenn ich zu laut bin.“

„Fügen Sie Fremdvertrauen hinzu, unter F. Das seltsame Gefühl in Zügen, wenn man sich einem Unbekannten gegenüber weiter öffnet als je der eigenen Familie.“

„Sie (Anmerkung: die Trauer) geht den ganzen Tag mit dir, überall hin. Sie geht mit dir in den Abend, sie lässt dich im Schlaf nicht in Ruhe. Sie würgt und schüttelt sich. Aber sie macht auch ganz warm.“

„Manchmal aber bin ich noch wie eingenäht in mir.“


Für diese Sätze und Worte wie „Sternensalz“ mag ich „Das Lavendelzimmer“ sehr gerne. Und für die Reise in die Provence, auf die mich Nina George mitgenommen hat. Also unbedingt kaufen dieses Buch und in den Koffer packen. Besonders für den coolen Strand auf Ibiza.

Habt ein fantastisches Wochenende!
xx
Jenny

21. Juli 2014

Meine kleinen schwarzen Reisetagebücher beim Black Monday #32


Männern wird ja gerne nachgesagt, dass sie kleine schwarze Bücher haben, in denen sie ellenlange Listen mit ihren Verflossenen führen. Ich weiß nicht, wer sich das ausgedacht hat, denn ich kenne keinen einzigen Mann, der so etwas macht. Ihr etwa?

Mich kenne ich aber und muss mich outen, denn ich liebe diese kleinen schwarzen Notizbücher. Allerdings nutze ich sie nicht für Verflossenenlisten. Sondern für all die Erlebnisse auf unseren Reisen.


Und so weiß ich noch genau, dass ich am 23. Juli 2006 einer der tollsten Wanderungen in meinem Leben gemacht habe: die Besteigung der Hekla, einem Vulkan auf Island. Und dass es danach echtes isländisches Eis gab in unserem Zelt am Skogafoss. Oder ich am 28. August vor sechs Jahren dem ersten Menschen - außer meinem Mann - erzählt habe, dass ich schwanger bin. Es war übrigens der Besitzer des Krokane Camping im norwegischen Florø, der uns einen Zeltplatz weit weg von den Toiletten geben wollte. Ganz schlecht für die schwache Blase einer werdenden Mama.

Das erste Reisetagebuch habe ich für unseren Urlaub in Island gekauft. Wir waren wie so oft mit Zelt und Rucksack unterwegs. Da muss ein Tagebuch klein sein, damit es zwischen Schlafsack, Kochgeschirr und Isomatte passt. Die klassischen Notizbücher von Moleskine finde ich für diese Zwecke genau richtig. Sie haben die richtige Größe, sehen gut aus und haben eine kleine Tasche, in der man Erinnerungen aufbewahren kann. Eintrittskarten, getrocknete Blüten, Kleingeld, Zeichnungen, Visitenkarten von guten Restaurants ...


Mittlerweile teilen sich in meinem Bücherregal eine ganze Reihe schwarzer Moleskines das Fach mit den Reiseführern. Ab und an - wenn mich das Fernweh packt - nehme ich eins heraus, lese darin und fühle mich gleich besser.

Wie haltet ihr es mit den Reiseerinnerungen? Schreibt ihr sie auf? Oder reichen euch Fotos?
xx
Jenny


17. Juli 2014

11 Dinge, die mir gute Laune machen


1.
Der Sommer ist (wieder) da! YEAH!

2.
Und mit ihm laue Sommerabende, die ich auf unserer Hollywoodschaukel und mit nackten Füßen im Gras verbringen werde. In der Hand mein Sommergetränk.

3.
Wenn ich vom Krakelen der Spatzen geweckt werde - und weiß, dass ich mich noch mal umdrehen und in die weißen Laken kuscheln kann. Leider, leider nur am Wochenende.

4.
Auf Instagram folgen mir jetzt mehr als 200 Menschen. Ich freue mich über jeden Einzelnen, der mich nicht nur hier, sondern auch in der Welt der schönen Bilder besuchen kommt.

5.
Das Summen der Bienen vor unserem Haus. Unser Lavendelvorgarten zieht sie magisch an. Sie und ganz viele Schmetterlinge.

6.
Der Duft unseres Lavendels. Ein bisschen so wie in der Provence. Zumindestens so wie ich mir den Geruch dort vorstelle, denn da war ich noch nie.

7.
Und der Geruch von Sonne und Sonnencreme auf der Haut.

8.
Schöne Bilder - und die auch noch selbstgemacht. Schaut euch mal die Idee von den Mädels von A Beautiful Mess an. Ich würde natürlich eine schwarz-weiß-Kombi wählen.

9.
Okka von Slomo hat ihr erstes Buch geschrieben. Im Oktober wird "Völlig fertig und irre glücklich. Meine ersten Jahre als Mutter" erscheinen - und wer Okkas Briefe an ihre Tochter Fanny kennt, weiß: das Buch kann nur fantastisch sein.

10.
The Slap.

11.
Die Vorfreude auf unseren Urlaub. Auf Ibiza. Es dauert zwar noch ein wenig bis wir in den Flieger steigen, aber Vorfreude ist bekanntlich fantastisch. Vielleicht habt ihr ja noch Tipps für die Insel. Dann her damit!


Und was macht euch im Moment gute Laune?
xx
Jenny

14. Juli 2014

Der Montag nach dem Fußball-WM-Finale beim Black Monday #32


Dazu muss man nichts mehr sagen, oder?


Ich wünsche euch einen fantastischen Start in diese Woche.
xx
Jenny

PS: Und jetzt noch mal alle: *klick*



10. Juli 2014

Mein Ritual an Sommerwochenenden: Ein Ausflug aufs Blumenfeld zum Dahlien schneiden


Eines meiner liebsten Rituale ist es am Wochenende auf dem Markt frische Blumen zu kaufen und im ganzen Haus zu verteilen. Weil das nicht nur schön fürs Auge ist, sondern auch fürs Herz. Und für die Nerven. Dieses bedächtige Anschneiden der Blumenstile, das Auswählen der Vasen und Gläser. Ich mag das sehr, sehr gerne.

Ab Juli bis in den September hinein hole ich mir die Blumen aber nicht vom Markt, sondern direkt vom Blumenfeld. Wir haben ganz in der Nähe ein wunderschönes, auf dem ich letztes Jahr sogar die heiß begehrten Trommelstöcke geschnitten habe. Jetzt war ich in dieser Saison zum ersten Mal wieder auf dem Feld. Meine Ausbeute: wunderschöne Dahlien. Früher fand ich Dahlien ziemlich fürchterlich. Zu bunt, zu spießig, zu irgendwas. Aber die weißen Pompondahlien haben es mir wirklich angetan.


Meist kombiniere ich verschiedene Dahliensorten in weiß und stelle sie in einfache Glasgefäße: Weck- oder Wassergläser, kleine Windlichter, Milchflaschen ... Was eben gerade da und noch nicht von anderen Blüten belegt ist. Ganz pur, ohne Gedöns. Und dann kann es schon mal passieren, dass acht bis zehn kleine Vasen in Reih und Glied auf dem Esstisch stehen und ich mich jeden Morgen aufs Neue freue, wenn ich ins Wohnzimmer komme (und der Mann jeden Abend aufs Neue grummelt, wenn er den Tisch decken will und erst einmal alles zur Seite schieben muss).


Wie ist das bei euch so: Dahlienliebe oder eher nicht?
xx
Jenny